E R L E B N I S    S I M M E R B E R G

   Frisch aus dem Allgäu

Simmerberger naturtrübes Bio-Bier

Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau

Meisterlich gebraut in handwerklicher Tradition

 Für eine in Bayern beheimatete Brauerei ist es fast ein „Muß“, ein nach ökologischen Grundsätzen hergestelltes Bier im Sortiment zu fiihren – gilt Bier in diesem siidlichsten Bundesland doch eher als „Lebensmittel“ denn als Getränk. Die Bierspezialitäten der Bräustatt     Simmerberg werden den höchsten Ansprüchen gerecht. In der Bräustatt Simmerberg sind alle Voraussetzungen vorhanden, um ein hochwertiges Bier zu produzieren:

  • ein qualiltätsbewußter Betrieb mit viel Erfahrung (seit 1706 Aktienbrauerei Simmerberg)
  • ein versierter Braumeister, der für ,.biologische“ ldeen aufgeschlossen ist
  • überschaubare,handwerkliche Betriebsanlagen, die eine separate Gärung und Lagerung des Bieres mlt Rohstoffen aus kontrolliert biologischem Anbau zulassen
  • eine eigene Quelle

 Die Rohstoffe

 Das Brauwasser stammt aus der brauereieigener Quelle. Es wird regelmäßig analysiert und ist weder durch Nitrat- noch durch Pestizidrückstände belastet.
 Die Bierhefe wird aus eigenen Kulturen gezogen.
 Der Naturhopfen aus biologisch-dynamischem Anbau kommt aus dem Tennanger Gebiet (Nahe Bodensee).
 Die zweizeilige Sommergerste für das Gerstenmalz wird in Bayern nach den Richtlinien des kontrolliert biologischen Anbaus (Biokreis, Bioland) erzeugt.

 Die Herstellung

 Sudhaus

 Vor dem Brauvorgang muß die Gerste (stärkereich und eiweißarm) gekeimt werden. Das so gewonnene „Grünmalz“ wird dann getrocknet und bei ansteigenden Temperaturen • je nach ge­wünschter Biersorte – gedarrt. Für den eigentlichen Brauvorgang wird dieses   Darrmalz geschrotet, mit Wasser vemischt und in der Sudpfanne langsam auf 70″C erhitzt. Während diesem Maisch­prozeß wird die noch vorhandene Stärke vollständig in Zucker überführt. lnnerhalb von acht Stunden wird dann die Zucker­lösung in den Läuterbottich   umgepumpt. wo sie von unlöslichen Bestandteilen. dem Treber, befreit wird. Die so entstehende klare „Würze“ wird durch Kochen konzentriert und durch Zugabe von Naturhopfen aromatisiert Die heißen Dampfschwaden werden nur Warmwasserbereitung für die   Brauerei verwendet.

 Kühlhaus

 Im Kühlhaus wird die heiße Würze von 1OO’C auf 5°C abgekühlt. Dabei wird das Brauwasser im Gegenstromverfahren von etwa 8-10°C auf 85°C erwärmt. Aus ökologischen Gründen wird dieses heiße Brauwasser als Hauptguss und Brauchwasser im Sudhaus   weiterverwendet. Der abgekühlten Würze wird nun die Hefe zuge­setzt und zugleich wird die Flüssigkeit mit Sterilluft belüftet

 Gärkeller

 Ab jetzt beginnt die Gärung in geschlossenen Gärgefäßen unter sterilen Bedingungen. Die Hauptgärzeit beträgt acht bis neun Tage, die Nachgärzeit vier bis sechs Wochen. Für die Sorten Export und Pils wird eine „untergärige“ , für das Weizen eine

 „obergärige“ Brauereikulturhefe verwendet. In der Hefe sind sechs Gruppen von Enzymen aktiv. Beim Brauvorgang entstehen aus der Stärke verschiedene Malzzucker, die durch die Enzyme der Hefe in Kohlensäure und Alkohol gespalten werden. Dieser Vorgang

 produziert Wärme, die weiterverwendet wird.

 Lagerkeller

 Im gekühlten Lagerkeller reift nun bei O°C das Jungbier für weitere sechs bis zehn Wochen nach. Hier entwickeln sich Geschmack und Geruch, der Kohlensäuregehalt und die Schaumbildung bis zum gewünschten Endstadium.Der größte Teil der Hefe setzt sich dabei am   Boden der Lagertanks ab.

 Filtrationskeller

 Normalerweise wird das ausgereifte Bier bei der Abfüllung im Flaschen und Fässer filtriert, Noch vorhandene Trübungsbestand­teile (z.B. restliche Hefen) werden in Filterschichten aus Papier und Stoff  zurückgehalten – nun ist das Bier durchsichtig oder„blank“. wie es in   der Fachsprache heißt. Beim naturtrüben Bier entfällt dieser Eingriff, denn es sollen ja möglichst viele natürliche und wertvolle Inhaltsstoffe  in jede Flasche gelangen.

 Flaschenabfiillung

 Die leeren Flaschen und Kisten werden zuerst in einem Laugen­ Recycling-Verfahren gereinigt, wobei nur geringe Mengen um­ weltbelastender Stoffe in die Kläranlage gelangen. Die Flaschen­reinigung geschieht sehr aufwendig, mehrere Spülgänge mit kla­rem Wasser   beenden den Vorgang. Im Flaschenfüller werden die Bierflaschen nun mit CO2(Kohlensäure) gefüllt. Erst danach fließt das Bier in die Flaschen. Dadurch ist der Leerraum in der Flascheüber dem Bier mit Kohlensäure gefüllt.

 Noch vor einem Vierteljahrhundert war dieses Verfahren unbekannt Damals war normale Raumluft über dem Bier, was den Nachteil harte, daß das Bier m der Flasche Keimen ausgesetzt war und schnell an Geschmack verlor. Meistens war dieses Bier nach wenigen   Wochen verdorben Beim naturtrüben Bräustatt-Bier liegt die Haltbarkeitsgrenze bei ca. 6 Monate, denn hier hilft die im Bier verbliebene Hefe den Ausgärungsprozess „in die Flasche hinein“ zu verlängern – und damit auch die Haltbarkeit. Zuletzt werden die Flaschen   etikettiert, in Kisten gepackt und auf Paletten verladen.

 

Lassen Sie dem Bier nach dem Transport einige Stunden Zeit zum Ausruhen und schenken Sie es leicht gekiihlt ein!

Prost – und die Umwelt freut sich mit…

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